Ich muss gestehen: Bei Tame Impala bin ich komplett verloren. FAN!
Kevin Parker hat so einen unfassbar unorthodoxen Weg, Songs zu schreiben und zu produzieren. Nichts wirkt geradeaus gedacht, und trotzdem ergibt am Ende alles Sinn. Seine Alben zünden bei vielen erst Monate später – sagt er selbst. Und ja, genau so geht’s mir auch oft. Erst hört man rein, dann bleibt irgendwas hängen, und irgendwann merkt man: Okay, wie geil ist das denn?
Empfehlung: hör dir unbedingt mal ein paar Alben an. Matse und ich kommen aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Inzwischen ist der Kevin ein gefragter Produzent, arbeitet mit den ganz Großen – und wirkt dabei immer noch ein bisschen wie dieser verschrobene Milchbubi, der eigentlich nur Musik machen will. Genau das macht ihn für mich so sympathisch.
Justice begleiten mich schon ewig. Und ihr neues Album Hyperdrama ist einfach ein Brett. Wirklich. Unbedingt einmal komplett hören. Große Gesten, Druck, Drama – aber mit Stil.
Neverender ist für mich so ein Track, der sofort funktioniert. Der mich trägt. Einer von der Sorte, die mich anschieben, wenn’s mal schleppend läuft. Wenn Motivation eher ein leises Flackern ist als ein Feuer.
Warum der Song hier? Vielleicht, weil er mich daran erinnert, dass Dinge nicht immer leicht sein müssen, um weiterzugehen. Manchmal reicht ein guter Rhythmus. Ein Gefühl von Vorwärts. Und jemand, mit dem man das teilt – auch wenn man gerade nur nebeneinander läuft.