Wieder ein Song zum Tanzen mit geschlossenen Augen.
Einer von denen, bei denen man nicht weiß, ob man sich bewegt oder ob die Musik einen bewegt.
Resenären ist für mich ein klassischer Tom-Gym-Track. Dunkler Raum, laute Anlage, viele Menschen – und trotzdem entsteht dieses Gefühl von Abgeschiedenheit. Als würde alles um einen herum verschwimmen. Fokus nach innen. Rhythmus nach vorne.
Kasbo schafft das mit einer Leichtigkeit, die ich sehr mag: Melodisch, aber nicht süß. Treibend, aber nicht aufdringlich. Der Track baut Spannung auf, lässt sie wieder los, nimmt einen mit, ohne zu zerren. Perfekt, um einfach drin zu sein.
Und ja – während ich den Song gehört habe, sind mir auch Gedanken gekommen, die uns betreffen. Ganz leise. Ganz unaufgeregt. Dieses Bild von: viele Menschen, dunkler Raum – aber irgendwie gibt es nur zwei. Als wäre man für einen Moment eins. Keine Worte, keine Erklärungen. Nur Bewegung, Nähe, Gleichklang. Fast ein bisschen Kaufhof. Vielleicht nur nicht so anständig. Zumindest nicht in meiner Vorstellung.
Vielleicht ist das auch wieder so ein Song, der weniger erzählen will als fühlen. Einer, der einen Zustand beschreibt, ohne ihn festzuhalten. Und genau deshalb funktioniert er für mich so gut. Wie findest du ihn?