Last Forever - Bob Moses

Fast möchte ich „sorry“ sagen für diesen vielleicht etwas zu profanen Song.

Aber wie ich vor ein paar Tagen schon sinngemäß geschrieben habe: Scheiß auf Feedback.

Last Forever ist kein Track, der sich versteckt oder große Umwege nimmt. Und genau deshalb funktioniert er für mich. Er weckt mich. Gibt mir Zuversicht. So eine ruhige, verlässliche Art von Antrieb. Kein Drama, kein Pathos – einfach ein klares Weiter.

Der Song kreist für mich um dieses Gefühl, dass etwas eigentlich vergänglich ist, sich aber trotzdem gerade echt und wichtig anfühlt. Es geht nicht um große Versprechen oder dramatische Liebe, sondern um diesen nüchternen, fast erwachsenen Wunsch, dass ein Moment, ein Zustand, ein Miteinander einfach noch ein bisschen bleiben darf. Genau diese Zurückhaltung mag ich daran.

Ich habe den Song eine Zeit lang richtig gesuchtet. Auf den Fahrten ins phaeno. Zu dir. Zu Meetings, zu Verabredungen. Immer unterwegs, immer ein bisschen unter Strom. Busy sein, Dinge schaffen, Entscheidungen treffen – und dabei in einer Atmosphäre sein, die aus mir das Beste rausholt, was gerade geht. Das kannst du so gut …

Und irgendwo zwischen diesen Wegen, diesen Gesprächen, diesen Terminen hat sich der Song festgesetzt. Als Hintergrund zu etwas, das mehr war als nur Alltag.

Vielleicht, weil er genau dann lief, wenn ich unterwegs war – mit Vorfreude, mit Fokus, mit diesem Gefühl, dass sich Dinge verbinden. Dass Richtung entsteht. Dass manches gerade ziemlich richtig ist.

Manche Songs sind keine großen Gefühle. Sie sind Teil von Momenten, die man erst später als wichtig erkennt.
Und genau deshalb bleiben sie.